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Federico Zandomeneghi

Federico Zandomeneghi wurde am 2. Juni 1841 in der malerischen Lagunenstadt Venedig geboren. Man könnte meinen, der Weg in die Welt der Kunst sei ihm bereits in die Wiege gelegt worden, da sowohl sein Vater Pietro als auch sein Großvater Luigi angesehene neoklassizistische Bildhauer waren. Doch der junge Federico entschied sich gegen den Meißel und für den Pinsel. Ab 1856 studierte er an der Accademia di Belle Arti in Venedig und später in Mailand. Seine wilde Jugend war jedoch keineswegs nur von Kunst geprägt: Als leidenschaftlicher Patriote schloss er sich 1860 Giuseppe Garibaldi und dessen legendärem „Zug der Tausend“ im italienischen Unabhängigkeitskrieg an.

Nach seinen militärischen Abenteuern zog es Zandomeneghi nach Florenz, wo er sich der Künstlergruppe der Macchiaioli anschloss. Diese rebellischen Maler lehnten die starren akademischen Konventionen ab und widmeten sich der Freilichtmalerei. Sie versuchten, Natur und Licht durch kräftige Farbflecke („macchie“) einzufangen. Diese Phase prägte Zandomeneghis Blick für alltägliche Szenen und natürliche Lichtverhältnisse nachhaltig. Doch der wahre Wendepunkt seiner Karriere sollte noch folgen, als er 1874 für einen eigentlich kurzen Aufenthalt nach Paris reiste – und beschloss, einfach für den Rest seines Lebens dort zu bleiben.

In Paris tauchte Zandomeneghi tief in das aufregende künstlerische Leben des Montmartre ein. Er schloss enge Freundschaften mit Edgar Degas und Auguste Renoir und schloss sich der Bewegung der Impressionisten an. Obwohl er regelmäßig an den Ausstellungen der Impressionisten teilnahm, behielt er stets seine ganz eigene Note bei: Seine Werke zeichnen sich durch Intimität, feine Beobachtungsgabe von Frauen im Alltag sowie eine meisterhafte Handhabung von Pastellkreiden aus. Federico Zandomeneghi verstarb am 31. Dezember 1917 im Alter von 76 Jahren in seiner Wahlheimat Paris.

Interessanter Fakt:

Federico Zandomeneghi entstammte einer Bildhauer-Dynastie, widersetzte sich jedoch der Familientradition der Bildhauerei und entschied sich stattdessen für die Malerei.

Bedeutende Kunstwerke & Bilder von Federico Zandomeneghi:

1. "Ritratto di Diego Martelli" (1870)
2. "Impressioni di Roma" (1872)
3. "Iil Caffe Nouvelle Athènes" (1878)
4. "Mère et enfant" (1879)
5. "Ritratto di ragazza" (1880)
6. "Place d'Anvers a Parigi" (1880)
7. "La lettura in giardino" (1888)
8. "La fanciulla con il gatto" (1890)
9. "Il ricamo" (1895)
10. "La tazza di tè" (1900)