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Briton Rivière
Briton Rivière (* 14. August 1840 in London; † 20. April 1920 ebenda) war ein bedeutender britischer Maler und Illustrator. Von seinem Vater William Rivière, einem Zeichenlehrer an Kunstschulen in Cheltenham und Oxford, künstlerisch geprägt, schloss Briton Rivière 1866 sein Studium an der Universität Oxford ab. In seinen frühen Jugendjahren zeichnete er Illustrationen für das berühmte Magazin Punch und wandte sich zunächst historischen sowie literarischen Motiven zu. Der endgültige Durchbruch und sein künstlerisches Markenzeichen sollten jedoch in einem ganz anderen Genre liegen: der Tiermalerei.
Ab dem Jahr 1865, markiert durch sein Werk Sleeping Deerhound, widmete sich Rivière fast ausschließlich der Darstellung von Tieren und galt in dieser Tradition als würdiger Nachfolger von Sir Edwin Landseer. Seine Werke zeichneten sich durch eine tiefgründige Beobachtungsgabe und anatomische Präzision aus. Rivière beschränkte sich nicht nur auf lebende Tiere, sondern studierte intensiv Tierkörper in den Seziersälen der Zoological Gardens in London, um Muskeln und Knochenbau meisterhaft auf die Leinwand zu übertragen. Seine Arbeiten brachte ihm enorme Anerkennung ein: 1878 wurde er zum Associate und 1881 zum Vollmitglied der Royal Academy of Arts gewählt, gefolgt von der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Rechte durch die Universität Oxford im Jahr 1891.
Im Jahr 1896 kandidierte Rivière für das Amt des Präsidenten der Royal Academy, unterlag jedoch nur denkbar knapp. Neben der Malerei hinterließ er Radierungen sowie Skulpturen und war mit der Malerin Mary Alice Dobell verheiratet. Seine Werke, darunter eindrucksvolle Gemälde wie Daniel in the Lions' Den oder Sympathy, befinden sich heute in namhaften Museen wie der Tate Britain und dem Metropolitan Museum of Art. Briton Rivière verstarb 1920 im Alter von 79 Jahren in London.